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COVID-19 | Antikörpertest gegen SARS-Co-V2

Antikörpertest gegen SARS-CoV-2

Wir führen neben dem Direktnachweis mittels PCR auch Antikörpertests gegen SARS-CoV-2 durch. Die Positivrate entspricht nach unseren eigenen Zahlen annähernd der Positivrate unserer PCR-Ergebnisse. Bei der Bestimmung werden spezifische Antigene des Coronavirus SARS-CoV-2 eingesetzt. Die Spezifität dieser Antikörpertests (IgG) liegt bei über 98/99 %.  

Zusätzlich führen wir den SARS-CoV-2-Antikörpertest der Firma Roche durch. Der Test ist als Gesamtantikörpertest (polyvalent IgG und IgM) konzipiert. Die vom Hersteller angegebenen Angaben zu Spezifität und Sensitivität haben wir nach den üblichen Qualitätskriterien überprüft und evaluiert.

Die Frage der Immunität und Infektiosität bei nachgewiesenen IgG-Antikörpern ist weiterhin Gegenstand der wissenschaftlichen Diskussion. Unabhängig vom eingesetzten Antikörpertest und der sehr hohen Spezifität müssen Kreuzreaktionen im individuellen Fall gegen andere Infektionen abgewogen werden. Fragen zur Immunität werden nach wie vor in empirischen und prospektiven Studien auch von uns geprüft. 

SARS-CoV-2-IgG-Antikörper bei Krankheitsverdacht als GKV-Leistung anforderbar

Bei milden Verläufen ist ab der zweiten Woche nach Symptomeintritt gelegentlich der direkte Erregernachweis mit einer NAT (z. B. PCR)  nicht immer möglich. Eine SARS-CoV-2-Infektion kann dann indirekt durch eine Antikörperbestimmung nachgewiesen werden. Eine Untersuchung auf SARS-CoV-2-Antikörper zur Bestimmung des Titeranstiegs oder zum Nachweis einer Serokonversion kann eine Woche nach Symptombeginn zweckmäßig sein.  Die KBV empfiehlt in diesen Fällen zwei Blutproben im Abstand von 7 bis 14 Tagen. Die zweite Probe sollte nicht vor der dritten Woche nach Symptomeintritt entnommen werden und sollte in demselben Labor untersucht werden. Die KBV sieht hierfür eine Bestimmung von IgG-Antikörpern oder von Gesamt-Antikörpern (polyvalent) vor.

Der veranlassende Arzt und der Laborarzt kennzeichnen ihre Abrechnung am Behandlungstag mit der Ziffer 88240; so werden alle Leistungen extrabudgetär honoriert. Der Antikörpertest selbst ist als ähnliche Untersuchung mit der Gebührenordnungsposition 32641 berechnungsfähig. Schnellteste können nicht abgerechnet werden.

Meldepflicht bei indirektem Erregernachweis

Die KBV betrachtet auch einen indirekten Erregernachweis als meldepflichtig. Ein positiver Befund der serologischen Testung gilt als indirekter Erregernachweis. Der veranlassende Arzt und auch der Laborarzt müssen die Infektion – wie bei einem PCR-Test – namentlich dem Gesundheitsamt melden. Die Falldefinitionen des RKI für eine akute SARS-CoV-2-Infektion sehen eine Meldung nach § 6 und § 7 IfSG (Stand: 07.05.2020) aufgrund einer Antikörperkonstellation noch nicht vor.

Bei einer Testung ohne direkten zeitlichen Bezug zu einer klinischen COVID-19-Symptomatik – beispielsweise zur Prüfung einer Immunität – handelt es sich derzeit nicht um eine vertragsärztliche Leistung.

Quelle: https://www.kbv.de/html/1150_46092.php

Der Antikörpertest sollte als Ergänzung zum Erreger-Direktnachweis eingesetzt werden; er ist für die Akutdiagnostik nicht geeignet. Die serologische Untersuchung kann zum Nachweis bereits durchgemachter Infektionen dienen. Zu beachten ist, dass die Inkubationszeit bis zu 14 Tage beträgt.

Bei begründeten Verdachtsfällen gemäß den Kriterien des Robert Koch-Institutes (RKI) fordern Sie bitte nach wie vor den Direktnachweis an und senden uns als Material einen Rachenabstrich (trockener Tupfer).

Abrechnungsinformationen | Coronavirus SARS-CoV-2-Antikörper (IgG, IgA)
Material: Serum

Abrechnung je Antikörper:
EBM-Ziffer 32641 | 11,10 €
GOÄ-Ziffer 4400 | privat 20,11 € (1,15-facher Satz)
GOÄ-Ziffer 4400 | IGeL 17,49 € (1-facher Satz)