In sechs deutschen Universitätskliniken wurden zwischen 2016 und 2020 insgesamt 3592 Patientinnen und Patienten mit bestätigter CDI untersucht. Die Gesamtmortalität während des Krankenhausaufenthalts (all-cause mortality) lag bei 11,7 Prozent, während nur ein kleiner Anteil der Todesfälle (0,4 Prozent) direkt auf die Infektion zurückgeführt wurde.
In der multivariablen Analyse zeigten sich höheres Alter, eine längere Krankenhausverweildauer und erhöhte Kreatininwerte als unabhängige Risikofaktoren für eine erhöhte Mortalität. Zudem war die Behandlung in der Inneren Medizin sowie in der Hämato-Onkologie mit einem höheren Sterberisiko assoziiert, während Patientinnen und Patienten auf Normalstationen ein geringeres Risiko aufwiesen als intensivmedizinisch betreute Fälle.
Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung einer differenzierten Risikostratifizierung bei CDI und tragen dazu bei, besonders gefährdete Patientengruppen frühzeitig zu identifizieren und gezielt zu behandeln.
Die Studie wurde unter maßgeblicher Beteiligung von PD Dr. med. Nathalie Jazmati, Fachärztin für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie sowie Infektiologin (DGI) im Labor Dr. Wisplinghoff, als Letztautorin durchgeführt und trägt den Titel: „All-cause mortality and risk factors for death in patients with Clostridioides difficile infections: a prospective multicentre cohort study in six German university hospitals, 2016–2020“.
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