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Pathologie, Zytologie und Molekular­pathologie

Fachbereich Pathologie und Zytologie

Unter der Leitung von Prof. Dr. med. Henrik Griesser, Arzt für Pathologie, Zytologie und Molekularpathologie, haben wir 2012 unser Leistungsspektrum um den Fachbereich Pathologie und Zytodiagnostik erweitert. Wir stehen Ihnen in  gewohnter Qualität auch in der gynäkologischen Prävention und histologischen Diagnostik als zuverlässiger Partner zur Seite.

PD Dr. med. Caren Jayasinghe, Fachärztin für Pathologie, ist seit Januar 2013 Teil des Teams. Ihre diagnostischen Schwerpunkte liegen in der Plazentadiagnostik, der Fetalpathologie, der Gastrointestinalpathologie sowie in der Mammapathologie – zudem bringt sie ihre Expertise in die gynäkologische Zytologie ein.

Klinisch orientiert

Die Pathologie ist als interdisziplinäres Fachgebiet klinisch orientiert. Dies findet Ausdruck in klinischen Konferenzen und Fallbesprechungen. Durch die Möglichkeit ergänzender immunologischer und molekulargenetischer Untersuchungen sind Histologie und Zytologie von besonderer Bedeutung für die Prognosebeurteilung und Therapieplanung maligner Tumorerkrankungen.

In diesem Rahmen wird selbstverständlich auch die konsiliarische Zweitbegutachtung von Tumorpräparaten nach einer Erstbefundung  in auswärtigen Einrichtungen für Pathologie angeboten.

Die wissenschaftliche Ausrichtung des Fachgebiets bietet zudem eine Grundlage zur Kooperation in klinischen Studien und bei patientenorientierten wissenschaftlichen Projekten.

Leistungsspektrum Pathologie

Ihnen steht das gesamte Spektrum histologischer Untersuchungen einschließlich der Schnellschnittdiagnostik zur Verfügung, zudem ergänzende enzymchemische und immunhistochemische Verfahren.

Tumorgenetische Befunde werden integriert, insbesondere für prognosebezogene und therapierelevante Zusatzdiagnostik von Malignomen. Ein diagnostischer Schwerpunkt ist die Hämatopathologie – insbesondere die Beckenkamm- und Lymphknotendiagnostik.

Histopathologie

Das gesamte Spektrum histologischer Untersuchungen einschließlich der Schnellschnitt­diagnostik ist gegeben. Ergänzende enzymchemische und immunhistochemische Verfahren werden mit einer großen Anzahl verfügbarer spezifischer Reagenzien durchgeführt, molekular- und zytogenetische Analysen können in Zusammenarbeit mit im Hause befindlichen Spezialabteilungen in den Befund integriert werden.

Diese ergänzenden Verfahren sind insbesondere für die prognosebezogene und therapierelevante Zusatzdiagnostik maligner Tumorerkrankungen entscheidend, vor allem auch für einen der  besonderen diagnostischen Schwerpunkte, die Hämatopathologie (insbesondere Beckenkamm- und Lymphknotendiagnostik).

Molekulare Pathologie

Der Bereich der Molekularen Pathologie analysiert die Nukleinsäuren DNA und RNA in der Patientenprobe mit neuesten molekularbiologischen Methoden und unterstützt und ergänzt mit diesen Zusatzinformationen die histopathologischen und zytopathologischen Befunde und die klinische Therapieplanung.

Gemäß Verdachtsdiagnose werden an Gewebeproben von Patienten (u. a. Abstriche, Punktionen, Biopsien, Operationspräparate) gezielt Veränderungen in der humanen DNA und der Expression von Genen analysiert.

Diese Daten liefern wertvolle Hilfestellung zur Klassifizierung von Tumoren, zumal diese Nachweisverfahren besonders sensitiv und oftmals in der Lage sind, auch geringe Mengen an Tumorzellen nachzuweisen und zu charakterisieren. Beispielhaft seien hier nur der Nachweis von Mutationen im Gen cKIT bei Verdacht auf gastro-intestinale Stromatumore (GIST) oder der prognostisch relevante Nachweis von Mutationen im Tumorsuppressorgen TP53 bei diversen Entitäten genannt.

Nachweisverfahren der molekularen Pathologie
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Zytopathologie

Zu diesem Aufgabenbereich zählt sowohl die gynäkologische Abstrichdiagnostik (gynäkologische Vorsorgezytologie, Begutachtung von Abstrichen der Vulva, des Dammbereichs) als auch die genitale und extragenitale Flüssigkeits-, Punktions- und Abrasivzytologie.

Gynäkologische Abstrichzytologie

Das gynäkologische Vorsorgeabstrichmaterial wird meist an konventionellen Präparaten, daneben im Dünnschichtverfahren mit Computerassistenz beurteilt.

Ergänzend zur qualitäts-kontrollierten morphologischen Beurteilung stehen immunchemische Zusatzverfahren (Nachweis des HPV-L1 Kapsidantigens und der Zellzyklusmarker p16/INK4a kombiniert mit Ki67) für die prognostische Einschätzung und Risikobewertung abnormer oder positiver Abstrichbefunde zur Verfügung.

In Zusammenarbeit mit der Abteilung Molekularpathologie kann ergänzend eine HPV-DNS Bestimmung mit Einzeltypisierung durchgeführt werden. Da auch die Gynäkopathologie zur Verfügung steht, kann eine direkte Korrelation zytologischer und histologischer Befunde in derselben Abteilung erfolgen.

Gleiches gilt für die Befundung von Vulvapräparaten, Damm- und Endometriumabstrichen. Selbstverständlich gehören zum Spektrum der gynäkologischen Zytologie auch Mammasekretuntersuchungen, Mamma- und Ovarialzystenpuktate.

Extragenitale Zytologie

Das gesamte Spektrum der Flüssigkeits-, Punktions- und Abrasivzytologie aller Organe und Organsysteme wird abgedeckt. Zur Flüssigkeitszytologie gehören u. a. Höhlenergüsse (inklusive Gelenke), Sputum, Bronchialsekret und -lavage, BAL, Material der ableitenden Harnwege, Liquor.

Die Abrasivzytologie, insbesondere auch des Bronchial- und Magen-Darmtrakts (einschließlich Pankreas und Gallenwege) sowie der Mundhöhle, wird begutachtet.

Punktionszytologien vor allem solider und zystischer Tumore sowohl im Kopf-Halsbereich (Schilddrüsen-, Speicheldrüsen-, Lymphknotendiagnostik) als auch innerer Organe und Läsionen (z. B. intraabdominell, mediastinal und retroperitoneal) perkutan oder im Rahmen der US-gesteuerten Feinnadeldiagnostik/der interventionellen Radiologie stellen diagnostische Schwerpunkte dar.

An Zusatzmethoden steht das gleiche Instrumentarium wie in der Histologie zur Verfügung (Enzym-, Immunzytochemie, molekulare Genetik).

In Zusammenarbeit mit der Abteilung Hämato-Onkologie ist die Analyse mit Durchflusszytometrie verfügbar (unter anderem auch in der Diagnostik von Knochenmark- und Lymphknotenpunktaten). Außerdem kann an sogenannten Abklatschzytologien von Frischgewebe eine zytologische Schnelldiagnostik erfolgen.

Ihre Ansprechpartner der Pathologie, Zytologie und Molekularpathologie

Prof. Dr. med. Henrik Griesser

Facharzt für Pathologie, Zytologie und Molekularpathologie

Schwerpunkte: Pathologie, Zytologie, Molekularpathologie Spezialgebiete: gynäkologische und außergynäkologische Zytologie (inkl. Organpunktate, Bürstenabstriche), Hämatopathologie, Uropathologie, Gynäkopathologie

0221 940 505 835
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PD Dr. med. Caren Jayasinghe

Fachärztin für Pathologie

Schwerpunkte: Plazentadiagnostik, Fetalpathologie, Gastrointestinalpathologie, Mammapathologie

0221 940 505 838
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