Die chinesischen Behörden haben ein neuartiges Coronavirus als Ursache identifiziert. Das Virus gehört zu den Beta-Coronaviren wie das SARS-Virus. Übertragung:
Eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung gilt als wahrscheinlich. Bisher sind einzelne Erkrankungsfälle außerhalb von China aufgetreten; alle Betroffenen waren zuvor in Wuhan oder hatten Kontakt zu Personen aus Wuhan. Die WHO hat Falldefinitionen, Hinweise zur Diagnostik, zur Infektionsprävention und zum klinischen Management veröffentlicht. Identifikation von Personen zur weiteren diagnostischen Abklärugn: Eine spezifische Untersuchung auf eine Erkrankung durch 2019-nCoV muss durchgeführt werden bei:
- Personen mit respiratorischen Symptomen unabhängig von deren Schwere
UND Kontakt mit einem bestätigten Fall mit 2019-nCoV - Personen mit erfülltem klinischen Bild UND Aufenthalt in einem Risikogebiet
Die WHO – Stand 22.01.2020 – hat bisher keine Reiseempfehlungen zu China veröffentlicht. Risikobeurteilung:
Die Wahrscheinlichkeit von Sekundärfällen nach Import eines Falles in die EU wird aktuell als sehr gering eingeschätzt (ECDC); gleiches gilt für die Bevölkerung in Deutschland (RKI). Es ist dennoch mit sporadischen – importierten – Erkrankungsfällen zu rechnen. Bitte in diesem Kontext die Falldefinitionen des neuen Coronavirus – 2019-nCoV – beachten: Akute respiratorische Symptomatik von beliebiger Schwere und Kontakt zu bestätigtem 2019-nCOV-Fall innerhalb der letzten 14 Tage vor Erkrankungsbeginn. Diagnostik:
Direktnachweis der Viren mittels PCR wird bevorzugt, dennoch sollte Blut (Serum) für ggf. spätere Testung vorsorglich auch abgenommen werden. Für die PCR-Diagnostik werden folgende Materialien bevorzugt: Wenn möglich werden Proben parallel aus den oberen und den tiefen Atemwegen entnommen:
- BAL Bronchoalveoläre Lavage
- Sputum
- Trachealsekret
- Nasopharynx-Abstrich, - Spülung oder -Aspirat
- Oropharynx-Abstrich