Von seiner Existenz erfahren viele Patienten eher zufällig, manche überhaupt erst durch den Erhalt einer Rechnung. Da der Laborarzt nur selten direkten persönlichen Kontakt zum Patienten hat, kennt dieser ihn oft nicht einmal mit Namen. Die wenigsten Patienten wissen, was ein Laborarzt eigentlich macht oder wozu ihr Doktor ihn braucht.
Wer krank ist, geht zum Arzt seines Vertrauens. Der soll herausfinden, was dem Patienten fehlt (Diagnose), und ihn dann richtig behandeln (Therapie).
Eine Diagnose setzt sich wie ein Mosaik oder ein Puzzle aus verschiedenen Teilstücken (Untersuchungsergebnissen) zusammen, die alle ineinander passen müssen - und die Laborbefunde sind oft die entscheidend wichtigen Puzzlesteinchen.
Nun gibt es im Laborbereich heute sozusagen zwei Ebenen – die Basisuntersuchungen und die Spezialuntersuchungen.
Die häufig benötigten Basiswerte - wie Blutbild, Senkung, Blutzucker, Fette, Leber- und Nierenwerte - wurden früher vom Arzt oder seiner Helferin im eigenen kleinen Praxislabor ermittelt. Heute werden diese Befunde vollautomatisch maschinell in einer Laborgemeinschaft erstellt. Laborgemeinschaften gibt es seit den 70er Jahren, sie sind sozusagen ein Zusammenschluss vieler kleiner ausgelagerter Praxislabors ist. In seiner Laborgemeinschaft kann der Arzt die Basislaborwerte schnell, zuverlässig und preisgünstig erstellen bzw. erstellen lassen. Nicht jede Laborgemeinschaft wird von einem Laborarzt geleitet. Abrechnung, Auswertung und Beurteilung dieser Befunde des Basislabors sind Sache des behandelnden Arztes.
Anders verhält es sich bei den Spezialuntersuchungen. Hier muss der behandelnde Arzt einen Teil der Diagnostik an einen anderen Facharzt delegieren, ähnlich wie beim Röntgen oder anderen Spezialuntersuchungen. Er überweist den Patienten und schickt dessen (Blut)Probe zum Laborarzt. Und so wie er an sich selbst hohe Ansprüche stellt und seinen Patienten in seinem eigenen Fachgebiet nach neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen behandelt, so sorgt er dafür, dass er auch auf dem Laborsektor optimal versorgt ist: Er beauftragt mit seinen Spezialuntersuchungen einen Laborfacharzt, der die Belange des Patienten mit der gleichen Sorgfalt wahrnimmt und stellt entsprechend hohe Anforderungen an die Qualität des Labors. Er erwartet, dass die von ihm in Auftrag gegebenen Analysen schnellstmöglich und mit den modernsten Untersuchungsverfahren durchgeführt werden, dass seine Diagnostik und Therapie durch termingerechte Übermittlung valider Befunde optimiert wird. Er vergewissert sich, dass das Labor, mit dem er zusammenarbeitet, höchste Qualitätsansprüche erfüllt. Bei labordiagnostischen Problemen und ausgefallenen Fragestellungen erwartet er jederzeit kompetente Beratung hinsichtlich neuester Spezialverfahren und Möglichkeiten.
Im Auftrag des behandelnden Arztes analysiert also der Laborarzt Hormone, Tumormarker, Infektionskrankheiten und Allergien, Medikamente und Drogen, Blutgruppen und Gerinnungsstörungen. Er stellt z.B. fest, ob es sich um eine Malaria handelt, oder ob eine Hepatitis vorliegt (wenn ja, welche Art, ob ansteckend bzw. behandlungsbedürftig) etc. Er entscheidet, ob eine Schwangere nach Röteln- oder Windpockenkontakt eine Schutzimpfung benötigt. Er teilt dem behandelnden Arzt mit, gegen welches Antibiotikum die Erreger bei einem Harnwegsinfekt, einer Sepsis oder einer Lungenentzündung empfindlich sind - kurz, an vielen Diagnosen und Therapieentscheidungen ist der Laborarzt ganz wesentlich beteiligt.
Auch im Bereich der privaten Gesundheitsvorsorge (IGeL) berät der behandelnde Arzt viele Fragen z.B. hinsichtlich Risikoabschätzungen in Zusammenarbeit mit dem Laborarzt.
Die bei der täglichen Arbeit im Labor angewandte Untersuchungsverfahren sind je nach Fragestellung höchst unterschiedlich. Es gibt das Ablesen von Befunden mit dem bloßen Auge oder der Lupe (Blutgruppen, Bakterien), die Beurteilung durch das Mikroskop (Malaria, Leukämien, Immunfluoreszenz), die Auswertung komplexer infektionsserologischer (Toxoplasmose, HIV, Hepatitis) oder immunologischer Reaktionsabläufe (Hormone, Tumormarker), hochtechnisierte Verfahren wie Atomabsorption, Gaschromatographie und Massenspektrometrie (Schwermetalle, Drogen, Medikamente) sowie neueste gentechnische und molekularbiologische Verfahren, Chromosomenanalyse und PCR-Diagnostik.
Durchführung, Überwachung und Beurteilung dieser Befunde erfordern fundiertes Spezialwissen und große Erfahrung. “Laborarzt“ ist ein eigenständiger Facharzt, der Facharzt für Laboratoriumsmedizin. Die Spezialausbildung nach dem Medizinischen Staatsexamen dauert wie die eines Internisten oder Gynäkologen 5 Jahre und umfasst alle Teilbereiche der modernen Laboratoriumsmedizin.
Unser Labor ist eine Gemeinschaftspraxis. Wir sind ein Team von mittlerweile mehr als 10 Fachärzten für Laboratoriumsmedizin, Mikrobiologie und Innere Medizin, zum Teil mit weiteren Zusatzqualifikationen und unterschiedlichen Schwerpunkten.
In den verschiedenen Abteilungen unseres Hauses führen wir praktisch alle klinisch relevanten Untersuchungen der modernen Labormedizin nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und mit modernsten Methoden durch.
Unser Leistungsspektrum umfasst mit über 2000 verschiedenen Untersuchungen alle Bereichen der modernen Labormedizin einschließlich Mikrobiologie, Virologie, Toxikologie, Cytogenetik, Immunologie, Molekularbiologie, Allergologie, Arbeits- und Umweltmedizin, Hämatologie und Gerinnung, Mutterschaftsvorsorge, Tumormarker, Serologie, Endokrinologie und Klinische Chemie.
Das Labor Dres med Wisplinghoff und Kollegen besteht seit über 25 Jahren in Köln. In dieser Zeit sind wir beständig gewachsen – im Zuge der Weiterentwicklung der modernen Labormedizin wurde die Diagnostik ständig durch neue Untersuchungen verbessert, und die Anzahl der mit uns zusammenarbeitenden Kollegen ist größer geworden.
Wenn wir in all den Jahren für unsere einsenden Ärzte und Praxisteams zu einem festen Begriff geworden sind, so verdanken wir das einmal unserem hohen Qualitätsstandard*, zum anderen der absoluten Zuverlässigkeit, der ungewöhnlichen Einsatzbereitschaft und dem hohen persönlichen Verantwortungsgefühl jedes einzelnen Mitarbeiters.




