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Atemwegssekrete

  • Bronchial- und Trachealsekret sind hinsichtlich der diagnostischen Ausbeute anderen Materialien überlegen
  • Gefahr der Kontamination durch Mund-/Rachenflora
  • Transport nativ ohne Zusätze in sicher verschlossenen sterilen Transportgefäßen
  • bei Verdacht auf Pneumonie zusätzlich Entnahme von Blutkulturen
  • rascher Transport, ansonsten Lagerung im Kühlschrank (4°-8°C)

Sputum (Auswurf):

  • Sputum gelangt als Sekret der Atemwegebeim Husten in den Rachen (kein Speichel!)
  • möglichst nur tief abgehustetes eitriges Morgensputum einsenden
  • Mündspülung vor Exspektoration oder Zähneputzen und ggf. Herausnehmen der Prothese
  • steriles Transportgefäß nur von außen berühren
  • provoziertes Sputum durch Inhalation von 15% NaCl oder Mucolytika
  • für Tuberkulosediagnostik möglichst 3 getrennte Proben von 3 unterschiedlichen Zeiten (sofortiges Einsenden der Proben, nicht sammeln!)

Trachealsekret:

  • Sekretproben aus Trachea und Bronchien bei beatmeten Patienten
  • Aspiration mit Hilfe eines sterilen Katheters aus den tiefen Abschnitten des Bronchialbaumes

Bronchialsekret:

  • mittels Bronchoskop unter Sicht gewonnenes eitriges Material direkt aus dem Infektionsherd
  • hohe diagnostische Sensitivität und Spezifität 

Bronchiallavage (BAL):

  • Angabe der Menge der instillierten und der wiedergewonnenen Flüssigkeit zum Abschätzen des Verdünnungseffekts
  • Gefahr der Kontamination mit der Flora des Mund-Rachenraumes, daher Absaugen von Sekretansammlungen im Mund-Rachenraum vor Einführen des Bronchoskops
  • zum Nachweis von Pneumocystis jirovecii Materialgewinnung mit geschützter Bürste